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Schulgeflüster

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Pro Patria Balsthaler Klasse verdient am Emmentalischen Schwingfest ein Sackgeld und sammelt für den guten Zweck

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Zu der Sammelaktion an einem aussergewöhnlichen Ort kommt es durch Lehrer Fadri Rauch und eine Bekanntschaft, die auf seine Militärzeit zurückgeht: Der Kassier von Pro Patria, der Laupersdörfer Ferdinand Bader, und Rauch kennen sich von dort. Als sie sich zum gemütlichen Essen trafen, erzählte Bader von seinem Stand am Schwingfest. «Aus Erzählungen wusste ich, dass solche Pins früher oft von Schülerinnen und Schüler verkauft wurden, um die ‹Klassenkasse› etwas aufzubessern», schreibt Rauch auf Anfrage. Die Idee gefiel ihm, und Schulleitung wie Schwingfest seien einverstanden gewesen.

Rauch: «Jede Klasse verkauft Kuchen oder stellt einen Pausenkiosk, wir wollten etwas anderes probieren.» Nun werden die jungen Leute am Fest die Pro Patria-Pins für einen Fünfliber verkaufen. Ganze sieben Gruppen seien es am Sonntag, auch am Samstag steht eine Gruppe im Einsatz. Zwei Mütter unterstützen die Aktion.

«Solche Klasse wünscht man sich»

Die Idee habe sofort Anklang gefunden, sagt Lehrer Rauch. Am liebsten wäre die ganze Klasse mitgekommen, jedoch sei es nicht allen möglich. Die Jugendlichen sind etwa mit Turnwettkämpfen oder Firmungsvorbereitungen beschäftigt. «Eine solch grossartige Klasse wünscht man sich als Lehrperson», lobt Fadri Rauch. Seit drei Jahren unterrichtet er in Balsthal und führt jetzt den ersten Jahrgang durch die Oberstufe zum Abschluss.

Thaler Jugendliche werden dieses Jahr mit dabei sein: Letztes Jahr gewann Adrian Walther den Schlussgang gegen Michael Moser am Emmentalischen Schwingfest.

Mit dem Verkauf der Pins wird die Stiftung Pro Patria unterstützt, die sich für Brauchtümer und Schweizer Baukultur einsetzt – also beispielsweise für Trachtenschneiderei, Alpabfahrten oder Renovationen von bedeutsamen Bauwerken.

Pro Pin fliesst aber auch ein Franken in die Klassenkasse. Damit soll die Abschlussreise finanziert werden. Wohin der dreitägige Ausflug führt, ist noch offen: «Wenn wir es über die Kantonsgrenze schaffen wollen, müssen wir uns schon etwas ins Zeug legen», sagt Fadri Rauch. Das dürfte die Schulklasse zusätzlich motivieren.(van)